Gärten des Biedermeier in Hannover
Anfang der 1820er Jahre begann in Hannover eine rege Bautätigkeit. Das „grüne“ Hannover von 1820 bis 1850 ist in zahlreichen Abbildungen überliefert. Neben Gartenhäusern für den Sommeraufenthalt entstanden zahlreiche Villen Adliger und wohlhabender Bürger. Fast alle Villen waren mit Gärten im landschaftlichen Stil mit Blumenbeeten angelegt, meist von Christian Schaumburg – einem Kunstmaler und Gemüsegärtner am Lindener Küchengarten - geplant. In Hannover prägten seine privaten und öffentlichen Gärten bald das Stadtbild. Durch die von ihm initiierte Gründung des Gartenbauvereins für das Königreich Hannover 1828 wurde die Beschäftigung mit Garten und Blumen beim Adel und Bürgertum Mode. Die meisten Gärten verschwanden schon durch die Stadterweiterungen in den folgenden Jahrzehnten, zum Beispiel durch den Bau der Oper, die Anlage der Ernst-August-Stadt mit Bahnhof, neue Wohnquartiere oder Bau neuer Straßen und Bahnlinien.
Ronald Clark (Landschaftsarchitekt und bis 2022 Direktor der Herrenhäuser Gärten) führt die Männer von mannoMANN in einem virtuellen Spaziergang rund um die Alt- und Neustadt. Pläne und zeitgenössische Bilder von der Marieninsel über Waterlooplatz zur Aegidienvorstadt, Georgstraße, Königsworth bis zu Montbrillant und Wangenheim Garten illustrieren seinen Vortrag.